The Thing´s Right(s) und die Konnektormaschine
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: DONNERSTAG, 5. Februar 2009 AB 19:00
Im Rahmen ihres Ausstellungsprojektes "KONTEMPORÄR" präsentiert die Galerie 14Dioptrien die sechste Ausstellung mit dem Titel "The Thing´s Right(s) und die Konnektormaschine". Gezeigt werden Arbeiten der Künstlerinnen Inga Svala Thorsdottir und Maria Tobiassen.
Inga Svala Thorsdottir (Thor´s Daughter´s Pulverization Service) zeigt 30 Aquarelle, die auf dem Projekt Thing´s Right(s) basieren, das sie in Zusammenarbeit mit Wu Shan Zhuan (Red Humour International) entwickelte. 1995 übersetzten Thorsdottir und Wu die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in ihr Manifest: The Thing´s Right(s) Declaration, welches seither das Fundament ihrer Kooperation bildet. Im Zuge dieser Arbeit stellten sie fest, dass es sich bei der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte letztlich um eine Utopie handelt ? eine Utopie, welche die Menschen über die Natur stellt.
The Thing´s Right(s) Declaration
Article 1
All of it is being been at large and identical in matter position and right(s). All of it is being endowed with a matter of course and existence and should be being acted towards one and another in a matter of objecthood.
The Universal Declaration of Human Rights
Article 1
All human beings are born free and equal in dignity and rights. They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood.
Um einen Raum für Thing?s Right(s) zu schaffen, legten sie eine linke Klammer auf eine rechte Klammer.
-Na du weißt schon, ich kam vom Frisör auf die Straße und hab mich nach einem Stück Holz gebückt, wegen der Maserung. Dann war da weiter weg ein Hund und ich hab?s mir anders überlegt. Ich rief ihn und warf das Holz in weitem Bogen in die entgegengesetzte Richtung. Während der Hund wie verrückt dem Stöckchen nachjagte, sah ich, wie es sich veränderte: In Höhe der Kastanien wurde es trockenes Laub, dass der Wind so hoch wirbelte, kurz überm Asphalt eine durchsichtige, aufgeblähte Plastiktüte, bis es zuletzt auf den Hund traf und sich ebenfalls in einen verwandelte. Beide bellten und rannten davon. Das war die Maschine.- (aus: Die Konnektormaschine und ich ? ein unvollendeter Kriminalroman)
Mit den Bedingungen und Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens beschäftigt sich Maria Tobiassen. In ihrer raumgreifenden Installation geht es ihr um die Auseinandersetzung mit den kontextuellen Bezügen des Ausstellungsortes, der für ihre Arbeiten konstitutiv ist. Der Künstlerin gefällt der Gedanke, dass eine künstlerische Arbeit sich auf einen bestimmten Ort einlassen und auf ihn reagieren kann. Neben dem Genius Loci spielt das Verhältnis von Künstler und Rezipient bzw. das von Produktion und Rezeption für Tobiassens Arbeit eine wichtige Rolle. Mittels ihrer künstlerischen Versuchsaufbauten ist man selbst schnell Teil einer künstlerischen Gleichung, die doch nie ohne Rest aufzugehen vermag.
